Warum NPOs über Werte sprechen (müssen)

Orientierungsbasis für organisationale Kultur und Handeln

Nonprofit-Organisationen (NPO) müssen ihre Werte aktiv thematisieren, da diese das Fundament ihrer Organisationskultur und die Grundpfeiler ihrer gemeinwohlorientierten Arbeit bilden. Werte bieten eine verlässliche Orientierung für das organisationale Handeln und prägen die Beziehung zwischen Mitarbeitenden und Organisation durch gemeinsame Wertvorstellungen, im besonderen Maße in Zeiten organisationaler Unsicherheiten. Als normative Bezugspunkte geben sie vor, an welchen Prinzipien sich Entscheidungen ausrichten sollten, und ermöglichen eine konsistente, begründete und nachvollziehbare Gestaltung des Handelns, sowohl für das Individuum als auch die NPO als Ganzes.

Wertekommunikation als Grundlage von Vertrauen und Identität

Eine klare und kontinuierliche Wertekommunikation, etwa über Leitlinien, Mission, Statements oder Verhaltensrichtlinien, schafft Vertrauen, stärkt die Bindung innerhalb der Organisation und macht für Außenstehende sichtbar, wofür eine NPO steht und wofür sie sich einsetzt. Durch kontinuierliche Wertekommunikation entsteht eine kohärente organisationale Identität, die Mitarbeitende und Ehrenamtliche motiviert und zur aktiven Mitgestaltung animiert.

Werte als Maßstab für Erfolg

Darüber hinaus tragen Werte wesentlich dazu bei, das besondere Verständnis von Erfolg in NPOs zu bestimmen. Da sich ihre Wirksamkeit nicht primär an finanziellen Ergebnissen bemisst, sondern an sozialem Nutzen, Teilhabe und Verantwortung, bieten Werte die zentralen Maßstäbe für die Ausrichtung von Prioritäten, Prozessen und Zielen. Mitarbeitende und Ehrenamtliche der NPO sind daher gefordert, die gemeinsamen Werte regelmäßig zu reflektieren, in strategische wie operative Entscheidungen einzubinden und widersprüchliche Erwartungen unterschiedlicher Stakeholder verantwortungsvoll auszubalancieren. Auf diese Weise sichern NPOs ihre Glaubwürdigkeit und stärken zugleich ihren kollektiven Zusammenhalt, während sie damit im zugleich erfolgreich die Interessen derjenigen vertreten, die gesellschaftlich benachteiligt sind, sowie der Gemeinschaft, der sie dienen.