Wie können Werte in Veränderungsprozessen berücksichtigt werden?

Werte können in Veränderungsprozessen von Nonprofits wirksam berücksichtigt werden, wenn sie als klare Orientierungsgrundlage dienen, gemeinsam ausgehandelt und konsequent in Strukturen und Entscheidungen verankert werden. In Phasen des Wandels, insbesondere der digitalen Transformation, bieten Werte einen verlässlichen Rahmen, um Fragen von Transparenz, Teilhabe und Fairness zu klären und Entscheidungen nachvollziehbar zu legitimieren. Dabei gilt es zu reflektieren, welche Werte geschützt werden müssen, welche sich durch neue digitale Werkzeuge stärken lassen und welche unter Druck geraten können.

Zentral für eine wertorientierte Transformation ist Partizipation: Sie entspricht nicht nur dem Selbstverständnis vieler NPOs, sondern wirkt als wirksames Mittel, Veränderungsprozesse akzeptiert und tragfähig zu gestalten. Beteiligung reduziert Konflikte, stärkt Kultur und Zusammenhalt und stellt sicher, dass unterschiedliche Perspektiven der Mitarbeitenden in Entscheidungen einfließen. Eine partizipative Entscheidung über Veränderungsprozesse führt zu einer höheren Motivation, diese aktiv mitzugestalten.

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Insgesamt zeigt sich: Werte in Veränderungsprozessen zu berücksichtigen bedeutet, sie explizit sichtbar zu machen, Betroffene aktiv einzubeziehen, sie in Prozessen, Strukturen und Technologien zu verankern und durch kontinuierliche Reflexion lebendig zu halten. So wird Transformation nicht nur technisch, sondern dialogisch, verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert gestaltet.