Was ist Partizipation im Organisationskontext?

Beteiligung, Teilhabe, Mitbestimmung, all diese Begriffe beschreiben dasselbe Grundprinzip: Menschen bekommen die Möglichkeit mitzureden und mitzugestalten. Dieses Prinzip ist ein zentraler Baustein jeder lebendigen Demokratie. Übertragen auf den Organisationskontext bedeutet Partizipation vor allem, dass sich Strukturen öffnen: Mitarbeitende und Ehrenamtliche werden eingeladen, an Prozessen teilzuhaben und diese aktiv mitzugestalten. Konkret heißt das, dass sie ihre Ideen, Meinungen und Kompetenzen einbringen, nicht nur als Stimme im Raum, sondern als wirksamer Teil eines gemeinsamen Prozesses.

Oft bezieht sich Partizipation auf die Beteiligung an einem konkreten (Entscheidungs-)Prozess, sie kann aber auch als Haltung verstanden werden, hierdurch demokratische Strukturen innerhalb der eigenen Organisation zu stärken und Räume für Empowerment zu schaffen.

Symbolbild zu Wie realisiere ich (digital gestützte) Partizipationsprozesse?

Vorteile von Partizipation für Organisationen und Teilnehmende

Bessere Entscheidungen

Partizipation kann im Organisationskontext als Methode eingesetzt werden um zu besseren Entscheidungen zu kommen, die von möglichst vielen Menschen getragen werden. Mitarbeitende sind zudem Expert*innen ihrer Arbeitsumstände und können viel praktisches Wissen in Entscheidungsprozesse einbringen.

Fördert Akzeptanz und Kommunikation

Im Rahmen von Veränderungsprozessen können Widerstände seitens der Mitarbeitenden auftreten. Wenn Veränderungen gemeinsam gestaltet werden, stoßen sie auf höhere Akzeptanz. Hintergrund hierfür ist, dass innerhalb eines gut strukturierten Partizipationsprozesses Bedenken und Ängste von Mitarbeitenden frühzeitig kommuniziert werden können.

Motivation & Empowerment

Partizipation fördert das Empowerment und damit auch die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden, sich für die gemeinsamen Ziele einzusetzen. Wer an Entscheidungen mitwirkt erlebt, dass die eigenen Beiträge Veränderungen anstoßen können.