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Themenlandkarte

Zeit:
Je nach Teilnehmendenzahl 1-2 Stunden
Komplexität:
Gruppengröße:
Geeignet für kleine, mittlere und große Teams
Ergebnis:
gemeinsames Verständnis der Gruppe darüber, wo die größten Reibungspunkte liegen; erhöhte Transparenz; dokumentiertes Stimmungsbild / Muster zu Themen, die wiederkehrend sind

Die Themenlandkarte ist ein partizipatives Instrument, das dabei hilft, Herausforderungen und Beobachtungen aus dem Vereinsalltag sichtbar zu machen und zu ordnen. Sie schafft einen Überblick darüber, welche Themen die Beteiligten beschäftigen, macht Zusammenhänge erkennbar und zeigt auf, wo Handlungs- oder Klärungsbedarf besteht. Die Themen können in Ober- und Unterthemen gegliedert und so sortiert werden, dass am Ende die Option besteht eine Abwägung von Wichtigkeit durchzuführen.

Sammeln:
Jede Person schreibt zunächst für sich 1–3 Herausforderungen oder Beobachtungen auf (auf Karten oder digital in ein Miroboard oder ein Padlet). Dabei können beispielsweise Aspekte thematisiert werden, die momentan nicht so gut laufen, Teilbereiche genannt werden, in denen eventuell viel Zeit und Energie verloren geht, oder Wünsche geäußert werden, die die Zusammenarbeit im Verein vereinfachen würden.
Zusammentragen:
Anschließend werden alle Beiträge eingesammelt und für die gesamte Gruppe sichtbar gemacht. Beispielsweise indem jede Person ihre Karten kurz vorstellt und an eine Pinnwand heftet, oder digital auf einem gemeinsamen Board. So entsteht ein erster Überblick über die Bandbreite der Themen im Verein.
Clustern:
Im nächsten Schritt werden die gesammelten Beiträge gemeinsam nach inhaltlicher Ähnlichkeit geclustert. Dabei wird bewusst auf wiederkehrende Muster geachtet: Welche Themen kommen immer wieder auf? Tauchen zum Beispiel mehrfach Beiträge zur Kommunikation, zur Aufgabenverteilung oder zur Mitgliedergewinnung auf? Lassen sich daraus klar erkennbare Themenblöcke bilden? An dieser Stelle kann auch in Ober- und dazugehörige Unterthemen gegliedert werden.
Optional können die entstandenen Themencluster danach gemeinsam priorisiert werden, z. B. durch Punktvergabe (jede Person vergibt 2-3 Klebepunkte auf die aus ihrer Sicht dringlichsten Themen). Im nächsten Schritt können die Themencluster „systematisch“ abgearbeitet werden. Je nach Schwerpunkt kann beispielsweise mit der Methodik Retrospektive systematisch auf die bisherige Zusammenarbeit z. B. in der Mitgliedergewinnung zurückgeblickt werden, um anschließend Maßnahmen zur Verbesserung in die Wege zu leiten.

Genügend Zeit und passendes Material einplanen. Vertraulichkeit zusichern und mit einer stillen Schreibphase beginnen.
Die Gruppe soll selbst clustern und die Cluster benennen. Bei Unklarheiten lieber nachfragen, statt Karten vorschnell zusammenzulegen. Vorgaben definieren. Für die Priorisierung ein klares Kriterium festlegen, zum Beispiel Dringlichkeit oder Aufwand, und die Abstimmung per Punktabfrage sichtbar machen.
Abschließen. Zum Schluss die Ergebnisse dokumentieren, die nächsten Schritte klären und der Gruppe eine kurze Rückmeldung geben.

Leonard Marks

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